Avatar

Dranginkontinenz oder Angststörung?

Kategorie: Special-harninkontinenz.de » Expertenrat Harninkontinenz | Expertenfrage

23.04.2023 | 22:54 Uhr

Seit einiger Zeit verspüre ich einen so starken Harndrang das ich das Gefühl habe das sofort ein Unglück passiert. Ich muss dann sofort die Toilette aufsuchen. Meist kommt dann keine große Menge Urin. Bisher ging nichts in die Hose. Dieses Problem habe ich nur wenn ich unterwegs bin zum Beispiel in Bus oder Bahn oder bei Kundenterminen. Ich muss dann sofort auf die Toilette. Zuhause habe ich nie so starken Harndrang und kann auch gut einhalten. In Situationen draußen habe ich immer das Gefühl mein Schließmuskel gibt sofort nach.

Ist das Dranginkontinenz oder meine Angststörung? Bekam die Diagnose generalisierte Angststörung mit 22 heute bin ich 28.

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

1
Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
30.04.2023, 07:31 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

wir können das aus der Ferne natürlich nicht abschließend beurteilen, allerdings scheint es sich hierbei tatsächlich eher um eine psychische Ursache zu handeln, da das so eben zu Hause nicht eintritt. Eine typische Dranginkontinenz mag auch psychische Ursachen haben, allerdings tritt diese für gewöhnlich durchgehend auf.
Dass das bei Ihnen so situationsabhängig ist, wäre tatsächlich eher mit einer Angststörung in Verbindung zu bringen, da ja diese sich ähnlich verhält.
Letztlich entscheidend ist aber wohl die Auswirkung der Diagnose auf die Behandlung. Darüber sollten Sie natürlich mit Ihrem Arzt sprechen, allerdings scheint aus unserer Sicht auch hier ein "Training", vergleichbar mit einem Blasentraining, sinnvoll. Gleichzeitig natürlich auch wie bei der Angststörung das Wissen, dass Sie in Wirklichkeit gar nicht so dringend auf die Toilette müssen und gar nicht so viel Urin in der Blase ist. Das kann Beruhigung schaffen und dem Drang entgegenwirken. Sprechsn Sie darüber auch mit Ihrem Therapeuten, falls Sie einen haben.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam