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ISK und trotzdem Restharn!

Kategorie: Special-harninkontinenz.de » Expertenrat Harninkontinenz | Expertenfrage

24.06.2022 | 15:52 Uhr

Schönen guten Tag,

ich habe aufgrund einer Nervenschädigung Bandscheibenvorfall Probleme mit der Blase.
Es fing damals alles mit einer extrem überaktiven Blase an. Ich konnte den Urin teilweise nicht mehr halten. Aufgrund von Fehldiagnosen dauerte es Wochen bis ich beim 3 Urologen endlich Medikamente dafür bekommen habe und die Blase gedämpft wurde. In dieser Zeit habe ich "dauerhaft" zurückgehalten.

Nun hat sich mit der Zeit die Blase verändert und ich habe lt. Urodynamik eine schlaffe Blase mit späten Harndrang (stark bei 500 ml). Die dämpfenden Tabletten sind natürlich abgesetzt.
Da ich auch Restharn habe mache ich nun seit ca. 6 Monaten ISK.

Jetzt zu meinem "für mich riesen Problem"...! Wenn meine Blase keinen Harndrang anzeigt (teilweise ist sie noch aktiv) lässt sich maximal 100 bis 200 ml frei per ISK. Unabhängig von der Trinkmenge. An Tagen wo meine Blase jedoch aktiv (spürbar ist) kann ich per ISK bis 500ml entleeren.

Mein Urologe meint jedoch - wenn es läuft dann läuft es.

Aber so seltsam wie es klingt, habe ich noch ein Trauma im Körper / Blase die bei
nicht aktiver Phase einfach aufhört frei zu lassen. Ich habe schon entspannungen. Mehrmals Kathetern alles versucht. Es scheint wie eine Daueranspannung zu sein die ich in mir trage.

Wenn ich beim Arzt bin kann ich frei laufen lassen - das liegt daran, das ich mich damals mit dem Problem hier in Sicherheit gefühlt habe.

Ich hoffe ihr habt einen Tipp für mich.

Darf ich die Blase bis zu 500 ml belasen um evtl. das Trauma los zu werden und den Körper zu zeigen so ist es ok es kann laufen?

Danke.

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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06.07.2022, 16:45 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
Leider können wir Ihnen hierzu keine "richtige" Antwort geben. Das Problem scheint ja zu sein, dass aus irgendwelchen Gründen das Wasser nicht richtig abläuft, Ihre erste Idee scheint ja eine psychische Blockade zu sein. Haben Sie denn schon mit dem Urologen gesprochen, ob Sie versuchen können, in einem solchen Zustand eine Restharnuntersuchung zu machen? Klar, das ist schwierig zu planen, da Sie ja nicht wissen, an welchem Tag das infrage käme. Ansonsten könnten Entspannungsübungen schon eine ganz gute Idee sein, das sollte aber unter professioneller Anleitung geübt werden.
Ansonsten wäre das schon eine Möglichkeit, dass Sie die Blase etwas weiter füllen lassen, um das zu trainieren. Das sollten Sie aber auch mit Ihrem Urologen besprechen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen trotzdem etwas weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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06.07.2022, 17:30 Uhr
Kommentar

Guten Tag,

es geht mir im Prinzip auch darum, das mein Urologe mir nicht glaubt. Er meine das wäre nicht möglich. Aber ich weiß ja das es so ist. Haben sie hier evtl ähnliche Patienten mit solchen Erfahrungen kennenlernen können?

Mit freundlichen Grüßen 

Lifeline Gesundheitsteam
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06.07.2022, 18:17 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

nein, Erfahrungen hierzu gibt es leider kaum, richtige Fallberichte sind uns hierzu leider nicht bekannt. Deshalb ist die Behandlung eben etwas "individuell", eine Anleitung, wie Ärzte sie eben gerne haben, gibt es leider nicht.
Fragen Sie aber auch gerne im Forum (nicht Expertenrat), ob hier jemand die Beschwerden kennt.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam