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Inkontinent Ursache Diagnose unklar ?

Kategorie: Special-harninkontinenz.de » Expertenrat Harninkontinenz | Expertenfrage

04.03.2022 | 05:43 Uhr

Ich verliere Unkontrolliert Urin ohne drang Gefühl. Wenn meine blase voll ist schaffe ich es zur wc ohne ein tropfen zu verlieren. Die Blase leert dich gut laut Ärzte Und laut mein Gefühl. Der urin Verlust tritt in unterschiedlichen Mengen auf Auch ohne körperliche Belastung. Mal einige tropfen mal größere Mengen so dass mein Slip nass wird.  auch in der Nacht verliere einige tropfen bis hin zu feucht werdenden Slip. Beim husten Niesen Tanzen verliere ich nicht ein einziges tropfen. Wenn die Blase leer ist und ich meine gymastikübungen  mache verliere einige tropfen. Ich war bei mehreren Ärzten ( Urologen, frauenärzte und beckenbodenzentrrn) und habe belastungsinkontinenz als Diagnose bekommen und mache schon über 4 Monaten beckenbodengym ohne Erfolg gar  mit Verschlechterung der inkontinenz ( urinmenge mehr geworden) . Die symtome bei mir stellen keine direkte belastungsinkontinenz dar, daher suche ich hier um Rat welche Diagnose zu meinen Symptomen passen könnte und wo ich hingehen kann. 

es hat bislang nur mit einmaligem nächtlichen einnässen nach einem ruckartigen Bewegung wo ich meine kleine Tochter im liegenden position auffangen wollte angefangen. Und wurde nun innerhalb 9 Monaten immer mehr. In der Nacht hatte ich kein Bettnässen jedoch verlor Tröpfchen weise Urin manchmal spüre ich feuchten Slip In der Nacht. Die Intensität wird immer mehr. Am stärksten ist es zur Mittagszeit. der intensivste  urinverlust ist beim knien auf dem Boden beim Windel Wechsel bei meinen Kindern ( jedoch nicht immer) oder wenn ich meine kleinen Kinder plötzlichen mit ruckartigen Bewegungen auffangen möchte um gefahren zu vermeiden.

ich wurde 2019 an endimetriose ( an der Gebärmutter Wand) operiert durch einen Bauchschnitt habe jedoch keine Probleme danach gehabt. Auch nach der Geburt gab es keinerlei Probleme. 

 

 

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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06.03.2022, 15:56 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Ferin, 

wir können natürlich ohne eigene Untersuchung keine Diagnose stellen und wie Sie schon schreiben, haben einige Ärzte und anderes Fachpersonal eine professionelle Einschätzung versucht und sind trotzdem gescheitert. Deswegen wird die Einordnung leider recht schwer. 
Das Proplem ist, dass die Symptomatik zu keiner Ursache so richtig passt. Würde eine Nerven oder Muskelschwäche vorliegen, würde die Symptomatik immer unter den gleichen Bedingungen auftreten und vor allem bei körperlicher Belastung oder sehr voller Blase. Außerdem sollte sich die Symptomatik durch Beckenbodengymnastik eher bessern. 
Auch eine Dranginkontinenz oder eine Überlaufinkontinenz passen nicht dazu. Insofern lässt sich das nicht logisch einordnen. 
Möglich ist dann natürlich immer eine psychische Ursache, vergleichbar mit einer Angstgewöhnung. Das können wir aber auch nicht richtig beurteilen, das sollte Ihr Urologe einschätzen. 
Zur Operation passt es insofern nicht, als dass der zeitliche Abstand zu groß ist. 
Sprechen Sie nochmal mit Ihrem Urologen, ob eine psychische Ursache möglich scheint. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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08.03.2022, 06:51 Uhr
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Liebes lifeline Gesundheitsteam,

lieben Dank für ihre Antwort. Ich habe seit einigen Tagen taubheitsgefühl leichtes kribbeln am rechten Zehen. Kann die Ursache für die Inkontinenz an bandscheibe liegen? Und die beschriebenen Symptome bei mir hervorrufen? Wäre eine abklärung sinnvoll? 
lieben Dank im Voraus und liebe Grüße 

Lifeline Gesundheitsteam
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08.03.2022, 14:20 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Ferin,

Prinzipiell gibt es natürlich einen Zusammenhang zwischen einer Inkontinenz und einem Bandscheibenvorfall, hier sollte jedoch ein zeitlicher Zusammenhang bestehen und geht auch meist mit Schmerzen einher, weshalb es in Ihrem Fall eher unwahrscheinich ist. Aber auch hier ist eine ärztliche Vorstellung unabdingbar, ein Internetforum kann diese leider nicht ersetzen. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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23.04.2022, 15:01 Uhr
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Liebes lifeline Gesundheitsteam,

danke für ihre Rückmeldung. Ich habe mittlerweile eine urodynamik machen lassen und dabei wurde festgestellt dass die harnröhre bei mir nicht schließt. mir wurden Tabletten mit dem Wirkstoff duloxetin empfohlen. Da diese Tabletten ein antidepressiva sind habe ich Angst die aufgrund der vielen aufgeführten Nebenwirkungen und Besorgnis dass sie abhängig machen können einzunehmen. sicherlich wird das Problem wieder kommen wenn die Wirkung des Medikamentes nachlässt. durch beckenbodentraining ist die Situation bei mir schlechter geworden. ist beckenbodentraining kontraproduktiv? Was würden sie mir empfehlen falls ich die Tabletten nicht Einnehme?Gibt es Möglichkeiten es zu heilen? 

darüber hinaus habe ich festgestellt wenn ich  öfters  kleinere Mengen trinke und öfter zum wc gehe das die Inkontinenz Probleme sehr gering sind. früher habe ich ständig immer sehr wenig getrunken ca 600 ml täglich. mein lebenslang. Seitdem ich Inkontinenz Probleme habe trinke ich mittlerweile 2 Liter am Tag. Kann diese trinkverhalten Umstellung auch das Problem bei bestärkt haben. 

da ich derzeit mehr auf wc gehe nicht wegen dem Drang ( ich Spüre keinen starken Harndrang) sondern gewollt weil ich dadurch unkontrolliert weniger Urin verliere, wollte ich wissen ob das ungesund ist und ich eventuell mir weitere Probleme  dadurch Bekommen kann. Kann durch das neue wc verhalten meine Blase oder harnröhre weitere Schaden annehmen?

ich danke ihnen im Voraus und verbleibe mit freundlichen grüssen

ferin 

Lifeline Gesundheitsteam
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28.04.2022, 22:27 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Ferin,

Verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
Es ist schon richtig, dass Duloxetin eigentlich ein Antidepressivum ist, das trotzdem erfolgreich zur Bahendlung der Inkontinenz eingesetzt wird. Sorgen um eine Abhängigkeit müssen Sie sich aber nicht machen, da diese Art von modernen Antidepressiva nicht abhängig macht. Es treten zwar Beschwerden bei abpruptem Absetzen ein, es spricht aber nichts gegen ein Absetzen. Die meisten der befürchteten Nebenwirkungen treten außerdem wenn überhaupt nur am Anfang der Behandlung auf und lassen im Verlauf wieder nach. Es stimmt aber, dass die Symptome wieder auftreten können, wenn die Medikation wieder beendet wird. Das ist aber nicht unbedingt ein Grund gegen einen Behandlungsversuch.
Eine alternative Empfehlung können wir leider nicht geben, leider brachte ja das Beckenbodentraining keinen Erfolg. Medikamentös können wir leider auch keine Alternativen nennen.
Das Trinkverhalten an sich sollte nicht Auslöser der Symptomatik sein. Wenn es Ihnen jetzt besser geht, bzw. Sie so mit der Symptomatik besser zurecht kommen, wenn Sie Ihr Toilettenverhalten so anpassen, können Sie das getrost weiter tun. Wieder nur abzuwarten, bis die Blase voll ist, hat ja auch keinen Erfolg gebracht, deswegen spricht nichts dagegen, das jetzt ersteinmal so zu tun.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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04.06.2022, 14:53 Uhr
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Liebes lifeline Gesundheitsteam,

Herzlichen Dank für Ihre Ausführliche Rückmeldung. ich bin ich so verzweifelt dass ich noch mal bei Ihnen nachfragen muss. Meine Situation hat sich leider verschlechtert Seitdem ich Die Empfehlung meiner Physiotherapie befolgt habe.

Ich habe auf Empfehlung meiner Physiotherapie meine Trinkmengen auf pro Portion 540 ml erhöht um bei jedem wc Besuch alle 2-3 Stunden auf ca 300-400 ml zu kommen. Das soll wohl meine Blase trainieren Daher habe ich es seit paar Wochen befolgt. Vorher habe ich natürlich niemals auf einmal 540 ML getrunken und auch niemals auf wc 300-400 ml Urin belassen. es kam hin und wieder mal vor dass ich bis 500 ml ohne Urin Abgang zu wc geschafft hatte Vor der Blasentraining Ohne ungewollten urinabgang. 

 

Mittlerweile seitdem ich die Empfehlung befolge kann ich leider mein Urin bei einer Blasenfüllung von ca 300-400 ml nicht mehr halten nachdem ich mehrmaligen Drang empfinde bewusst unterdrücke und hinausverzögere (ca20-30 Minuten) und verliere auf dem Weg zur wc urin. Der Urin Verlust kommt Aber nicht immer vor. Hin und wieder kommt es vor. 

 

 

Das Medikament dulexitin habe ich noch nicht eingenommen weil ich mir nicht sicher bin.

 

 

kann es Sein dass ich durch die enorme Veränderung der Trinkmenge und speicherkapazität im Gegensatz zu vorher meiner blase und Schließmuskel überfordert habe Und mein Urin nicht mehr halten kann wobei es vorher nie Probleme gab nach drang. Dazu muss ich erwähnen dass ich meinem Drang sofort nachgelaufen war Außer es war mir nicht möglich dann konnte ich aber auch ohne Probleme halten.Hätte ich langsam die trinkmenge und den drang auch langsam hinausverzögern ( nicht 20-30 Minuten sondern weniger) sollen? 

 

Kann dir Verschlechterung durch meine Blasentraining zustande gekommen sein? Was ist ihre Empfehlung?

 

stimmt es wenn ich bei kleineren wc besuchen von ca 150-200 ml Urin Ausscheidung meiner Blase dauerhaft schade? meine Phiso Therapeuten empfiehlt mir das nicht. wie sehen sie es? 

können overialzysten und Fokale adenomyose an der Dorsalen uteruswand /Fundus und nabothi zysten an der cervix gegen die Blase und Schließmuskel drücken und für derartigen  Inkontinenz wie bei mir sorgen?

 

Lieben Dank im Voraus

Lifeline Gesundheitsteam
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06.06.2022, 00:34 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Ferin,

An sich halten wir das Vorgehen schon für das Richtige, also das Blasentraining scheint in dieser Situation schon angemessen. Allerdings scheint das ja bei Ihnen nicht den gewünschten Erfolg zu bringen. Ob man es deswegen ganz sein lassen sollte, ist zu diskutieren.
Wir dürfen natürlich keine Therapieempfehlung geben, wenn wir Sie nicht selbst untersucht haben, deshalb sollten Sie auch mit Ihren Therapeuten nochmal darüber sprechen. Aber vielleicht sollten einfach die Größen noch etwas angepasst werden, also die Trinkmente und die Zeitintervalle.
Wie schon gesagt, wir können uns immer nur an statistischen Angaben orientieren, im Einzelfall kann es immer anders sein. Aber zum Aufgeben des Blasentrainings würden wir (im Moment noch) nicht raten. Dass sich die Symtptomatik sonst verbessert, erscheint einfach nicht logisch. Immerhin muss sich ja die ganze Muskulatur und auch die Blase an sich wieder neu anpassen.
Ob die weiteren Befunde damit zusammenhängen, kann man leider nicht sagen. An sich sollten hier kein direkter anatomischer Zusammenhang bestehen, ob es nicht trotzdem ein Zusammenwirken gibt, lässt sich leider nicht herausfinden. Es ist allerdings auch die Frage, was das für eine Konsequenz für die Behandlung hätte.
Wir würden also wie gesagt das Blasentraining eher fortführen, das sollten Sie aber mit den Behandlern nochmal genauer anpassen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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12.06.2022, 15:12 Uhr
Antwort

Liebes Life line Team, 

lieben dank für ihre ausführliche Rückmeldung. Ich habe vollstes Verständnis dass sie von der Ferne keine therapie empfehlen können Weil sie mich nicht untersucht haben.  

 

Ich versuche in meiner Diagnose findung anhand ihrer erfahrungen mich zu orientieren  weil ich durch diverse Ärzte unterschiedliche widersprüchliche op Methoden und behandlungsmöglichkeiten  angeboten bekommen habe und unterschiedliche Diagnosen die zum meinen Symptomen nicht passen.   Tut mir sehr leid dass ich in meiner schwierigen Verzweiflung viele Fragen stelle. jedoch hilf ihre Erfahrungen mir sehr weiter. 

 

Ich habe durch das wärmer werden des Wetters festgestellt dass ich enorm im genital  Bereich schwitze und wohlmöhlich das extreme schwitzen zum Teil eine Inkontinenz Anschein erweckt. Die Flüssigkeit kommt nicht aus der scheide vielmehr aus äußerem genital Bereich. Früher war es nicht in dem Ausmaß daher habe ich es vorher nicht als schwitzen wahrgenommen. Ich vermute dass ich keine Inkontinenz habe und mich seelisch mit dem ganzen Blasentraining und erfolglosen  seit über 7 Monaten beckenbidengynastik fertig gemacht habe. 

 

Ich habe die letzten Tage keine  Einlage benutzt um rauszufinden wann welche Mengen an welche Stellen meiner Slip abgehen. Ich habe festgestellt dass sich die Flüssigkeit was ich verliere sich nicht an der Stelle der harnröhre Öffnung im Slip wieder findet sondern an den slip leisten Bereichen und an verschiedenen Bereichen von mein Slip was sich mit mein genital abdeckt jedoch stellen um harnröhre herum bleiben trocken und andere stellen werden wiederum nass. Es passiert auch im liegen und schlafen und auch im sitzen. 

ich würde mich sehr freuen wenn sie mir folgende Fragen beantworten 1. Frage :

Bei der Inkontinenz bei der frau müsste der Urin sich im Slip Richtung harnröhre und abwärts befinden und nicht wie von mir geschildert richtig?

2. frage 

Haben sie eine idee wie ich diesen extremen schwitzten entkommen kann und wie ich 100% testen kann ob es tatsächlich schweiss ist? Gibt es einen Test was ich selber durchführen kann? 

3. frage 

Ich habe eine urodynamik machen lassen und dort wurde bei mir mischinkontinenz festgestellt obwohl ich nicht beim Husten Niesen Tanzen springen hochheben oder sonstigen körperlichen Tätigkeiten Urin verliere. Auch schaffe ich es zu wc außer ich verzögere mein Drang sehr lange hinaus und die Blase ist über 300 ml voll gab es 2-3 Zwischenfall wo ich nicht mehr halten konnte. Ich habe nicht  laufend das Gefühl auf wc zu gehen und kann ca 3-7 Stunden aushalten . Ist eine urodynamik verlässliche Untersuchung obwohl ich nicht die typischen Symptome einer belastungsinkontinenz und drang Inkontinenz  habe. Kann ich mich auf die Diagnose verlassen? 

4. frage 

 

Kann sich der Schließmuskel bei über 300 ml mit hohem Drang Gefühl und lange hinausverzögern von selbst öffnen ohne dass man an dranginkontinenz oder schliessmuskelschwäche leidet. Das ist bisher nur 2-3 mal vorgekommen. 

 5. frage 

Vor 2 Wochen wurde nach blasenentleeerung  bei mir mit einem Katheter etwas Urin aus der Blase gezogen weil ich immer wieder erhöhte erythrozyten im Urin habe. Ist das mit leerer Blase schadhaft für die Blase gewesen und kann so ein Eingriff Komplikationen hervor rufen Wie Verletzung der Blase harnröhre oder Stuhlgang Schließmuskel? Weil ich habe seitdem eine empfindliche Blase und ungewöhnlichen Stuhl Abgang( bisher 2x ungewollt Stuhl Abgang bei weichem Stuhl)

6. kann ich meine Blase durch das mehrfache umstellen der trinkmenge und toileten verhalten strapsziert haben so dass es zu den einigen Zwischenfällen mit nicht mehr halten gekommen ist und kann ich das wieder trainieren um Beschwerde frei zu sein ? 

ich danke ihnen im voraus 

Lifeline Gesundheitsteam
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16.06.2022, 14:39 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Ferin,

Verzeihen Sie bitte, dass wir so spät antworten.
Da haben Sie ja tatsächlich eine interessante Erkrenntnis gewonnen, die womöglich ein ganz neues Licht auf die Symptomatik wirft. Wir wollen gerne versuchen, Sie weiter zu unterstützen.
1. Genau, bei der Inkontinenz sollte sich die Flüssigkeit vor allem beim Harnröhrenausgang und von dort aus nach unten laufend sammeln (was je nach Körperposition wo anders sein kann).
2. Theoretisch gibt es schon Tests, die das überprüfen, 100% kann hier aber natürlich niemand ohne größeren Aufwand geben. Es gibt aber tatsächlich Schweißteststreifen, die gekauft werden können. Das könnte schon Hinweise geben.
3. Das mit der Urodynamik ist so eine Sache. Die Untersuchung ist an sich eine sehr gute Methode. Es werden verschiedene Parameter zusammengelegt (Druck in der Blase, Druck auf die Blase, Urinmenge) und dann ins Verhältnis gesetzt (vereinfacht gesagt). Damit kann die Diagnose recht gut gestellt werden. Die Auswertung ist aber natürlich immer nur so gut wie die Werte. Wenn abgehender Urin gemessen wird, obwohl gar keiner abgeht, ist die Diagnose natürlich falsch. Ansonsten können Sie sich aber auf das Ergebnis schon verlassen.
4. Eigentlich sollte der Urin nicht von selbst abgehen, wenn die Blase in einem normalen Bereich gefüllt ist. Passiert das doch, so ist das quasi per definitionem eine Inkontinenz. Die Frage ist dann, was der Grund dafür war und ob die Diagnose vergeben werden sollte. Gab es zum Beispiel einen Auslöser wie extremen Stress/Angst, Drogeneinfluss, einen epileptischen Anfall oder irgendetwas anders, so wäre ja die Inkontinenz nur eine Folge gewesen. Wenn es nur 2-3 mal passiert ist, ist schwierig, damit umzugehen. Das könnten schon psychische Ursachen sein, das können wir aber natürlich nicht sicher sagen.
5. Das sollte eigentlich die Blase nicht schädigen, wenn man hier nicht mit starken Kräften arbeitet, also zu stark absaugt. Trotzdem kann dadurch natürlich die Harnröhre und die ganze Schleimhaut gereizt und leicht verletzt werden, sodass es zu einem unangenehmen oder ungewohnten Gefühl kommt, was sich im Verlauf aber wieder regenerieren sollte. Die Harnwegsschleimhaut ist natürlich recht empfindlich, da sie den Kontakt zu festen Materialien ja nicht gewohnt ist.
6. Es kann schon sein, dass die Blase durch all das zusammen etwas "irritiert" ist. Training sollte eigentlich immer helfen. Immerhin ist der menschliche Körper ja auf Anpassung ausgerichtet, weshalb sich prinzipiell ein Nutzen durch Training ergeben sollte. Insofern sollten Sie das in Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt schon ausprobieren.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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26.06.2022, 14:25 Uhr
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Liebes lifeline gesundheitsteam, 

herzlichen Dank für ihre sehr ausführliche und hilfreiche Rückmeldung.

ich habe leider in den Apotheken kein schweissteststrrufen gefunden. Gibt es dafür einen fachbezeichnung für solch ein Produkt ?

darüberhinaus habe ich noch eine Frage. Mir ist es in diesem Monat zweimal passiert dass ich unbemerkt ohne dranggehühl wenig sehr weichen stuhl abgewischen habe. Ich habe nicht bemerkt wie es ausgelaufen ist. ich habe beim ersten Vorfall ca 2 Wochen vorher pivmelam 400 mg eingenommen und  nach ca 2 Wochen Einnahme ist es passiert. beim zweiten Vorfall habe ich wegen einer Entzündung amoxi clavulan aurobindo 875/125 eingenommen und paar Tage nach Beendigung der Einnahme ist der zweite Vorfall passiert Ebenfalls ohne dranggwfühl und unbemerkt. Beidesmal habe ich es beim abwischen per Zufall bemerkt. Ich kann darmgase und mein Stuhlgang sehr gut halten und habe bisher überhaupt kein Problem. können die 2 Vorfälle auf die Medikament Einnahme zurückzuführen sein oder ist es ein Symptom der darminkontinenz? 

danke

liebe grüsse

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
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06.07.2022, 16:55 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Ferin,

Entschuldigen Sie bitte unsere erneute späte Antwort.
Das mit den Schweißtests ist tatsächlich etwas komplizierter, das haben wir nicht ganz richtig mitgeteilt. Es geht dabei darum, pH und Salzgehalt zu bestimmen, um einzuschätzen, um was es sich handelt. Die sicherste Bestimmungsmethode besteht aber im Labor.
Was die Stuhlinkontinenz betrifft, ist es schwierig das zu beurteilen. Sicherlich kann das eine Nebenwirkung der Antibiotikaeinnahme sein, entweder indirekt durch die gestörte Verdauung oder direkt durch eine Unverträglichkeit. Zweiteres wäre unwahrscheinlicher, da Sie ja zwei verschiedene Antibiotika eingenommen haben, die aber ein bisschen miteinander verwandt sind. Deshalb kann das schon sein.
Trotzdem ist es ja nur im Zusammenhang mit den Antibiotika aufgetreten, weshalb man es ersteinmal darauf schieben sollte. Besprechen Sie das aber auch mit Ihrem Hausarzt.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam