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Warum eine Schiene bei Nierensteinen

Kategorie: Special-harninkontinenz.de » Expertenrat Harninkontinenz | Expertenfrage

25.07.2008 | 09:40 Uhr

Sehr geehrtes Expertenteam,

warum bekommt man eine Schiene gesetzt, wenn man Nierensteine hat? Wäre man nicht viel schneller schmerzfrei, wenn man die Steine gleich zertrümmern würde? Ich habe seit 8 Tagen eine Schiene und sie bereitet mir jedes mal beim und nach dem Wasserlassen für mehr als eine halbe Stunde Schmerzen. Ich drücke aber nicht beim Wasserlassen. Was wird gemacht, wenn der Stein beim entfernen der Schiene nicht mit abgeht? Und vor allem, wie kann man feststellen, ob der Stein abgegangen ist?

Mit freundlichem Gruß
Michaela

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Experte-Schikore
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27.07.2008, 09:09 Uhr
Antwort von Experte-Schikore

Hallo Michaela,

das hat ja nicht wirklich etwas mit Inkontinenz zu tun oder :-) ?

Die Schiene wird gelegt, damit nach dem Zertrümmern der Nierensteine, der Urin weiter abfliessen kann. Die Schiene ist innen hohl, die Steinreste sollen aussen vorbei herunterrutschen.

Da die Schiene ein Fremdkörper ist, kann sie nun auch einmal schmerzen. Machmal hilft folgender Trick: Beim Wasserlassen die Blase nicht ganz entleeren, damit das Ende der Schiene in der Blase nicht die Blasenwände berührt.

Warten Sie erst einmal die Zertrümmerung ab, alles weitere können Sie den behandelnden Urologen fragen.

Es werden nach der Zertrümmerung ab und zu Röntgenaufnahmen gemacht, um zu sehen, wo sich noch Steinreste befinden. Zudem sollten Sie danach immer Ihren Urin sieben, um Steinreste aufzufangen, die man dann auch untersuchen kann.

Viele Grüße

Dr. Rainer Schikore